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Ein Richthammer über zwei Eheringe, als Symbolbild für die Scheidung von einem Narzissten mit Kindern

Die Scheidung von einem Narzissten mit Kindern endet nicht mit dem Gerichtstermin. Sie beginnt dort erst richtig. Denn solange gemeinsame Kinder da sind, bleibt die Verbindung zum narzisstischen Ex-Partner bestehen – und damit auch die Möglichkeit, weiter Druck auszuüben, zu manipulieren und zu kontrollieren.

Warum Kinder bei einer Scheidung von Narzissten alles verändern

Eine Trennung ohne Kinder lässt irgendwann echten Abstand zu. Mit Kindern ist das anders. Übergaben, Absprachen, Schulveranstaltungen, Krankheitstage, Ferienplanung – das Leben zwingt zur Kommunikation. Und jede Kommunikation ist für den narzisstischen Elternteil eine Gelegenheit zur Kontrolle und Manipulation.

Das wissen viele Betroffene bereits, bevor sie den Trennungsschritt wagen. Die Angst davor, was danach kommt, hält manche jahrelang in einer Beziehung fest, die ihnen schadet. Diese Angst ist berechtigt – und gleichzeitig kein Grund zu bleiben. Denn die Alternative ist, die Kinder weiter in einem Haushalt mit narzisstischer Dynamik aufwachsen zu lassen.

Was sich nach der Scheidung typischerweise zeigt

Narzisstische Elternteile reagieren auf den Machtverlust der Scheidung auf sehr unterschiedliche Weisen – und manchmal wechseln sich diese Reaktionen auch ab.

Manche kämpfen intensiv um maximalen Einfluss auf das Kind – über Gerichte, über das Jugendamt, über das soziale Umfeld. Andere ziehen sich zurück und zeigen kaum Interesse, sobald das Kind keine strategische Funktion mehr hat. Beides ist schmerzhaft zu beobachten – auf seine ganz eigene Art.

Was fast immer bleibt: das Kind als Informationskanal. Fragen nach dem neuen Partner, nach finanziellen Verhältnissen, nach dem Alltag des anderen Elternteils. Das Kind bemerkt oft nicht, was hier passiert – und gerät trotzdem in eine Rolle, die ihm nicht zusteht.

Hinzu kommt ein Erziehungsstil, der schwer greifbar ist: mal überschwänglich zugewandt, mal desinteressiert, mal streng, mal grenzenlos permissiv. Das Kind bekommt kein verlässliches Bild davon, was es beim narzisstischen Elternteil erwartet. Diese Unberechenbarkeit hinterlässt Spuren.

Was das Kind wirklich braucht

Kinder, die zwischen einem narzisstischen und einem gesunden Elternteil aufwachsen, sind in einem inneren Dauerkonflikt. Sie lieben beide Elternteile – oder glauben es zu tun, weil das kindliche Bindungsbedürfnis keine Ausnahmen kennt. Gleichzeitig spüren sie die Instabilität, auch wenn sie sie nicht benennen können.

Was sie in dieser Situation am meisten stabilisiert, ist ein verlässlicher Elternteil. Einer, der da ist. Der dieselben Regeln hat wie gestern. Der nicht über den anderen schimpft. Der das Kind nicht in die Erwachsenenwelt hineinzieht.

Das klingt einfacher als es ist – besonders dann, wenn man selbst gerade kämpft, erschöpft ist und innerlich noch mitten in der Verarbeitung steckt.

Was du brauchst, um stabil zu bleiben

Der wichtigste Satz, den Betroffene in dieser Situation hören müssen: Du kannst nur so viel für dein Kind da sein, wie du für dich selbst da bist.

Das ist kein Selbsthilfekalender-Spruch. Das ist neurobiologische Realität. Ein Nervensystem im Dauerstress überträgt diesen Stress – auf das Kind, auf die Atmosphäre, auf jede Begegnung. Kinder regulieren sich über uns. Wenn wir dysreguliert sind, haben sie keine stabile Grundlage.

Schriftlich kommunizieren, wo es geht. Sachlich bleiben, so gut es möglich ist. Professionelle Unterstützung für das Kind einbeziehen, wenn Verhaltensveränderungen sichtbar werden. Und für sich selbst eine Form von Unterstützung finden, die tiefer geht als gute Ratschläge.

EFT – die Klopfakupressur – hilft dabei, die anhaltende Erschöpfung und den Dauerstress dieser Situation körperlich zu lösen. Bewusstes Atmen gibt dem Nervensystem auch in den schwersten Phasen immer wieder einen Anker zurück in die eigene Mitte.

Wenn du dich gerade fragst, wie du das alles schaffen sollst, ist mein kostenloser Newsletter „Vom Kopf in den Körper“ ein erster Schritt zurück zu dir. Einmal pro Woche – direkt ins Postfach.

Passend dazu empfehle ich dir noch diese Beiträge:

Katharina Samoylova

Psychologin und Mentorin

Mail: info(at)katharinalova.de

Hilfe bei Narzissmus

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