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Ein Mann kommt nach Hause und sieht seine Frau mit einem anderen Mann. Ein Symbolbild für Fremdgehen und Lügen von Narzissten

Wenn Betroffene herausfinden, dass ihr Partner sie betrügt, ist der eigentliche Schock oft gar nicht nur der Betrug selbst. Es ist die unvorstellbare Kälte, mit der die toxische Person den doppelten Boden aufrechterhält. Wer recherchiert, warum bei einem Narzissten Lügen, Fremdgehen und emotionale Kälte so untrennbar zusammenhängen, stößt schnell auf ein tiefes psychologisches Muster, das nichts mit „normalen“ Beziehungskrisen zu tun hat.

Die Wissenschaft hinter Fremdgehen eines Narzissten

Dass narzisstische Menschen überdurchschnittlich oft untreu werden, ist kein bloßes Klischee. Das belegt unter anderem eine große, mehrjährige Studie der US-Psychologen McNulty und Widman (2014). Die Forscher begleiteten 123 frisch verheiratete Paare über mehrere Jahre hinweg. Sie maßen dabei nicht nur die allgemeine Ehezufriedenheit, sondern spezifisch den sogenannten sexuellen Narzissmus der Partner – also das Gefühl, sexuell überlegen zu sein, keine Empathie für den Partner zu haben und einen absoluten Anspruch auf sexuelle Bestätigung zu stellen.

Das Ergebnis war erschreckend eindeutig: Je höher der sexuelle Narzissmus eines Partners war, desto höher war die Wahrscheinlichkeit für Fremdgehen – und zwar völlig unabhängig davon, wie glücklich oder befriedigend die Ehe eigentlich war. Die Forscher fanden heraus, dass es diesen Personen schlichtweg an sexueller und emotionaler Empathie mangelt. Sie sehen andere Menschen oft nur als Instrumente, um das eigene extrem bedürftige Ego durch immer neue „Eroberungen“ zu füttern.

Die Taktik der Schuldumkehr 

Wird die Untreue entdeckt, bricht bei einem normalen Menschen meistens das Gewissen durch. Er zeigt Scham oder Reue. Bei narzisstischen Menschen passiert exakt das Gegenteil: Sie aktivieren sofort einen extremen psychologischen Abwehrmechanismus.

Selbst wenn du eindeutige Beweise, Chatverläufe oder Fotos vorlegst, werden sie dir eiskalt ins Gesicht lügen. Sie leugnen die Realität komplett („Das war ich nicht“„Das bildest du dir ein“). Wenn das Leugnen nicht mehr funktioniert, folgt das Gaslighting durch Schuldumkehr. Plötzlich bist du der Grund für den Betrug: „Wenn du mir im Bett gegeben hättest, was ich brauche, hätte ich das nicht tun müssen!“ oder „Deine ständige Eifersucht hat mich doch erst dazu getrieben!“

Dieser eiskalte Umgang mit Lügen funktioniert nur, weil toxischen Menschen die tiefere emotionale Empathie fehlt. Sie empfinden schlichtweg keine echten Schuldgefühle für den Schmerz, den sie dir zufügen. Ihr einziges Ziel in diesem Moment ist es, ihre perfekte Fassade zu retten und die Kontrolle über dich und die Situation zurückzugewinnen.

Du wurdest betrogen und kommst nicht zur Ruhe?

Wenn du genau das erlebt hast, kreisen deine Gedanken wahrscheinlich ununterbrochen. Du fragst dich, wie du dich so in einem Menschen täuschen konntest, und suchst verzweifelt nach Antworten auf dieses eiskalte Verhalten. Wahrscheinlich hast du das Muster vom Kopf her mittlerweile verstanden – und trotzdem zieht sich dein Magen zusammen und dein Nervensystem steht unter Dauerstress.

Das liegt daran, dass ein solches Trauma (Betrug gepaart mit Gaslighting) tief im Körper abgespeichert wird. Reines kognitives Verstehen reicht oft nicht aus, um diesen Schmerz loszulassen. Genau dafür habe ich meinen kostenlosen Newsletter „Vom Kopf in den Körper“ entwickelt. Dort teile ich sanfte, praxisnahe Impulse mit dir, wie du diese Beziehung nicht nur analysierst, sondern emotional und körperlich verarbeitest, um endlich wieder in deine eigene Kraft zu kommen.

Passend dazu empfehle ich dir noch diese Beiträge:

Katharina Samoylova

Psychologin und Mentorin

Mail: info(at)katharinalova.de

Hilfe bei Narzissmus

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